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Grafenrheinfeld: Vorbereitungen für Kühlturm-Sprengung & Protest von Atomkraft-Befürwortern

In Grafenrheinfeld laufen die Vorbereitungen für die Sprengung der beiden Kühltürme, am Freitagabend. Innerhalb von rund 30 Sekunden sollen die beiden 143 Meter hohen Türme verschwinden. Das hat vor allem Symbolkraft: Denn auch wenn der Rückbau des Kraftwerks schon seit Jahren läuft, wird es das erste von Außen sichtbare Zeichen des Endes für das Kraftwerk. Der Schutt der beiden Kühltürme soll anschließend größtenteils für den Bau einer Lagerfläche wiederverwertet werden.

Es werden tausende Schaulustige erwartet. Es ist erst das zweite Mal, dass in Deutschland die hohen Kühltürme eines Kraftwerks gesprengt werden. 2020 war das in Philippsburg der Fall – damals wegen Corona aber weitgehend von der Öffentlichkeit unbeobachtet. 

Am vergangenen Freitagabend gab es am Atomkraftwerk eine Protest-Aktion von Atomkraft-Befürwortern. Mit Beamern hatten sie Slogans auf die großen Kühltürme projeziert. Darunter Botschaften wie “Kernkraft kommt wieder!”, aber auch Danksagungen an die CO2-freie Stromerzeugung. 

Bombendrohung

Würzburg: Bombendrohung sorgte für Sperrung des Hauptbahnhofs

Der Würzburger Hauptbahnhof war am frühen Dienstagmorgen zeitweise komplett abgeriegelt. Grund war eine Bombendrohung. Noch vor Einsetzen der Hauptverkehrszeit konnte aber Entwarnung gegeben werden.

Bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt war in der Nacht ein Fax eingegangen. Darin wurde gedroht, dass um 6 Uhr eine Bombe im Hauptbahnhof explodieren würde. Der Bahnhof und die Gleisanlagen wurden abgeriegelt und von Polizei und Sprengstoffspürhunden abgesucht. Gefunden wurde nichts. Gegen 5 Uhr 45 konnte der Bahnhof wieder freigegeben werden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zu der Drohung und dem Absender des Faxes aufgenommen.

Foto: Funkhaus Würzburg

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Schweinfurt: Nach Fund von Totem in der Innenstadt – 40-Jähriger in Untersuchungshaft

Erst vor Kurzem hatten Handwerker einen Toten in der Schweinfurter Innenstadt entdeckt. Jetzt sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. Mehrmals war die Polizei in der Langen Zehntstraße vor Ort unterwegs, um nach Spuren zu suchen und Personen zu befragen. Wie ein Pressesprecher der Polizei mitteilt, geriet dabei ein 40-jähriger Mann in den Fokus der eingerichteten Ermittlungskommission. Er soll sich bereits seit Längerem ohne festen Wohnsitz in Schweinfurt aufgehalten haben. Am Freitag wurde der Tatverdächtige dann festgenommen, am Samstag wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ dann einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Vernommen wurde der 40-Jährige bisher nicht, die Hintergründe der Tat sind daher noch unklar.

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Lohr am Main: Haftstrafe nach Mord an Jugendlichem

Im Prozess um einen erschossenen Schüler in Lohr ist das Urteil gefallen. Das Würzburger Landgericht verurteilt den 15-Jährigen Angeklagten zu achteinhalb Jahren wegen Mordes.

Die Urteilsbegründung ist noch nicht bekannt. Sie wird hinter verschlossenen Türen verkündet. Aufgrund des jugendlichen Alters des Täters fand der komplette Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der 15-Jährige hatte im September letzten Jahres am Nägelsee-Schulzentrum in Lohr einen 14-jährigen Mitschüler durch einen Kopfschuss getötet. Im Prozess musste vor allem geklärt werden, ob der Schuss gezielt und heimtückisch oder im Rahmen eines Gerangels versehentlich abgefeuert wurde.

Anfangs war die Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass der Jugendliche dem US-Serienmörder Jeffrey Dahmer nacheifern wollte. Von dieser Theorie war sie im Verlauf des Prozesses aber abgerückt.

Bis heute ist ungeklärt, wie der Jugendliche an die legale Pistole eines inzwischen verstorbenen Nachbarn gekommen ist.

Foto: Funkhaus Würzburg

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Grafenrheinfeld: Datum für die Sprengung der KKW-Türme steht fest

Die beiden Kühltürme des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld sollen am frühen Abend gesprengt werden. Das hat der Kraftwerksbetreiber Preußen Elektra jetzt bekanntgegeben. Die Sprengung ist am Freitag, dem 16. August, um 18.30 Uhr geplant. Die Kühltürme werden in einer kontrollierten Sprengung innerhalb von nur 30 Sekunden zum Einsturz gebracht.
Das Landratsamt Schweinfurt hat, gemeinsam mit der Polizeiinspektion Schweinfurt ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet. Der genaue Verlauf der Absperrungen soll in der Woche vor der Sprengung bekanntgegeben werden.

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Schweinfurt: Polizeieinsatz in der Innenstadt

Am Vormittag sind dort zahlreiche Busse und Einsatzkräfte der Polizei unterwegs gewesen. Laut Martin Kuhn von der Polizei Unterfranken steht das im Zusammenhang mit dem Fund eines Toten am Dienstag vor einer Woche. Die Beamten suchten vor Ort nach weiteren Spuren und Beweismitteln. Bei dem Toten, den Handwerker am 23.07. in einem Haus in der Langen Zehntstraße entdeckt hatten, handelt es sich um einen 45-jährigen Schweinfurter. An seinem Körper wurden bei der Obduktion mehrere Verletzungen festgestellt. Ein Tötungsdelikt kann nicht ausgeschlossen werden.

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Hammelburg: Helios OrthoClinic ab heute geschlossen

Die Helios OrthoClinic Hammelburg ist ab heute geschlossen. Wie die Klinik uns auf Nachfrage sagte, haben viele Angestellte jetzt einen neuen Arbeitsplatz. Die Abteilungen Orthopädie und Geriatrie befinden sich jetzt mit im St. Elisabeth-Krankenhaus in Bad Kissingen. In den letzten Wochen wurden dafür mit großem Einsatz alle nötigen Vorkehrungen getroffen. Die Zusammenlegung der Kliniken sei für die Patienten von Vorteil, da nun alle medizinischen Abteilungen unter einem Dach vereint seien, so ein Pressesprecher. Die Klinik in Hammelburg ist nicht die Einzige in der Region mit Problemen, auch das St. Josefs Krankenhaus in Schweinfurt soll nach aktuellem Stand zum Jahresende schließen.

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Schweinfurt: Versuchtes Tötungsdelikt – Einsatz im Hafen

Im Schweinfurter Hafen hat es am Morgen einen größeren Einsatz der Polizei gegeben. Nach ersten Informationen dieser geht es um ein versuchtes Tötungsdelikt. Die Carl-Zeiss-Straße war abgesperrt, seit etwa 9:30 Uhr ist sie wieder frei. Die Polizei hat um 6:15 Uhr einen Anruf eines Zeugen bekommen. Der berichtete von einer Auseinandersetzung zwischen einem 49-jährigen Mann und einer 51-jähigen Frau in Bergrheinfeld. Laut Zeuge soll der Mann die Frau geschlagen und anschließend in den Kofferraum seines Autos gepackt haben. Der Zeuge ist dem Auto hinterhergefahren und konnte so der Polizei sagen, wo es sich befindet. In der Carl-Zeiss-Straße stoppte die Polizei das Auto, die verletzte Frau wurde aus dem Kofferraum befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Sie befindet sich nicht in Lebensgefahr, ist aber schwer verletzt. Die Spurensicherung war vor Ort. Die Ermittlungen laufen.

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Schweinfurt: Bargeldloses bezahlen in Stadtbussen ab August

Schweinfurt wird Vorreiter in Deutschland: Das Bezahlsystem in den 54 Bussen, die insgesamt im Auftrag der Stadtwerke unterwegs sind, wird umgestellt. In Zukunft wird es komplett bargeldlos sein. Eingeführt wird das System mit Bestpreisgarantie schrittweise ab August. In den ersten Bussen kommt das neue System namens „SWeasy“ dann schon zum Einsatz, in anderen noch nicht. Von einem Bus in einen anderen umsteigen ist am Anfang noch nicht einfach so möglich, weil noch nicht jeder Bus mit dem neuen System ausgestattet ist.
Mirko Hrnjak von den Stadtwerken sagt, dass bis Ende September alle Fahrzeuge umgestellt sein sollen. Das heißt: Die Busse werden mit einem Kartenlesegerät ausgestattet. Ab November wird es dann eine Prepaidkarte geben. Die können etwa Kinder und Senioren ohne EC-Karte nutzen. Die Prepaidkarten sind an Vorverkaufsstellen aufladbar. Reine Girokarten oder American Express Karten akzeptieren die Lesegeräte im Bus nicht.
Mit der Umstellung wollen die Stadtwerke unter anderem die Umwelt schonen, die Pünktlichkeit der Busse und die Sicherheit des Personals erhöhen.

Druck

ZF plant massiven Stellenabbau

Der Automobilzulieferer ZF will bis 2028 bis zu 14.000 Stellen in Deutschland streichen. Auf Nachfrage unserer Redaktion hieß es, dass keine genaue Aussage zum Standort Schweinfurt möglich sei. Dort arbeitet etwa die Hälfte der 20.000 Beschäftigten, die es insgesamt in Bayern gibt. Die Stellenstreichungen würden einzelne Bereiche treffen – darunter unter anderem die Produktion. ZF will Mitarbeitern außerdem Abfindungen oder Altersteilzeit anbieten. Gestärkt werden sollen auch einzelne Bereiche. Unter anderem der Bereich „Aftermarket“, den es auch in Schweinfurt gibt. Kritik kommt von der IG Metall Bayern. Die wirft der Unternehmensspitze Fehlentscheidungen und die Abwanderung ins Ausland vor, um Kosten zu sparen.